2022

Komplette Neuwahlen der Vorstandschaft

2019

Dreißigstes und bisher letztes Oldtimerfest in Langenhettenbach, bei dem traditionell ganz Langenhettenbach mithalf.

2004

Patenverein der Feuerwehr Paindlkofen

2001

Patenverein der Feuerwehr Prinkofen

07.08.1994

Brand Stallgebäude Mieslinger

26. - 29.06.1992

Fahnenweihe

Mai 1992

Segnung des neuen Löschfahrzeuges TSF

03.09.1985

Niederbrand der Scheunen mit eingebauten Stallungen in den Anwesen Dobler und Bauer in Langenhettenbach

1982

Helmut Radlmeier spendet einen Mercedes Kombi 207 D der in Eigenleistung zum Löschfahrzeug umgerüstet wurde

04.02.1971

Brand der Wirtschaftsgebäude im Anwesen Gahr in Langenhettenbach

1967

Einzug der Wehr ins ehemalige Schulgebäude

1966

Motorspritze TS8/8, Metz, Baujahr 1958

1950

Motorspritze TS8, Magirus 508L

Mai 1936

Brand der Scheunen in den Anwesen Bauer und Burgmeier in Langenhettenbach

1930

Fahnenweihe

1925

Brand des Wohnhauses mit Stallung bei Löb in Langenhettenbach

1891

Brand der Gehöfte Huber (heute Prückl), Lederer, Fischer und Liebhard in Dürrenhettenbach

1883

Standartenweihe

1875

Erste Saug und Druckspritze von zwei Pferden gezogen, 6 Mann zum Pumpen mit der Hand

1875

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Langenhettenbach

Chronik der Feuerwehr Langenhettenbach bis 1992

In Bayern wurden nachweislich etwa ab 1850 die ersten freiwilligen Feuerwehren auf Vereinsbasis gegründet. So geht laut Unterlagen des königlich bayerischen Bezirksamtes Rottenburg die Gründung der Feuerwehr Ergoldsbach auf das Jahr 1869 zurück. Die königlich bayerisch Regierung von Niederbayern rügte im Jahre 1870 das Bezirksamt Mallersdorf wegen allzu laschen Vorgehens bezüglich der Gründung freiwilliger Feuerwehren und drohte im sogenannten „Feuerwehrkrieg“ sogar mit der Einführung von Pflichtfeuerwehren in den Dorfgemeinden. So wurde im Jahre 1875 auch in der damaligen Gemeinde Langenhettenbach eine  freiwillige Feuerwehr gegründet. Leider fehlen hierüber nähere schriftliche Unterlagen.

Im Jahresbericht des Kreisverbandes der niederbayerischen Freiwilligen Feuerwehren vom Jahre 1876/77 – abgedruckt im damaligen Lokalblatt „Der Laber-Bote“ – wird unter anderem berichtet, dass im Bezirk Mallersdorf 37  Freiwillige Feuerwehren mit 1250 Mitgliedern bestehen . Außerdem werden auch noch 157 Mitglieder von Pflichtfeuerwehren genannt. Die Wehren im Bezirk verfügen über 24 Saug- und Druckspritzen, 18 Druckspritzen, 12 kleinere Spritzen und 2040 Meter Schläuche. Bezirksvertreter war damals Lehrer Muggenthaler aus Hofkirchen. Auch die Langenhettenbacher Ortswehr muss sich schon bald nach seiner Gründung eine Saug- und Druckspritze angeschafft haben. Löschwasser lieferten neben dem Hettenbach mit drei Löschwasserstaustufen der Kiendl- Weiher, der aus dem Huberwirts- Weiher gespeist werden konnte, die Löschweiher in Frauenwies , Einkreut, Dürrenhettenbach und Stocka. Am 5. Oktober 1891 rief ein Großalarm die Feuerwehren aus der näheren Umgebung nach Dürrenhettenbach, wo die Gehöfte Lederer, Huber, (heute Prückl), Fischer und Liebhard von einer Brandkatastrophe heimgesucht wurden. Schon 1883 wurden in Langenhettenbach eine Feuerwehrstandarte geweiht. wie ältere Langenhettenbacher zu berichten wussten, war um 1890 der Bauer Ludwig Mirlach Kommandant der Wehr. Dessen Nachfolger wurde der damalige  Bürgermeister Georg Karnbeck, der im Jahre 1898 verstarb. Am 28. Februar 1904 im Strohmeier’ schen  Gasthaus wurden neu gewählt: „Vorstand Josef Luger, ökonom; Kommandant Josef Strohmeier, Gastwirt; Adjudant Anton Schaller, Söldnerssohn; Spritzmeister Josef Schwinghammer, Schuhmachermeister; Schriftführer und Kassier Johann Grätzer, Lehrer.“ Aus dem „Feuerwehr Kassa Buch für Franz Gahr“ geht hervor, dass am 4. Januar 1907 Franz Gahr zum Vorstand gewählt wurde. –Franz Gahr war von1912 bis 1934 auch Bürgermeister der Gemeinde Langenhettenbach- In der Dorfchronik vom benachbarten Jellenkofen, angefertigt von Sebastian Gahr, (heute in Händen von Sebastian Wittmann)ist nachzulesen, dass am 5.Januar 1910 anlässlich der Neuwahlen im Gasthaus Huber Hans Gahr als Vorstand bestätigt wurde.

Zum Kommandant wurde Anton Schaller gewählt. Ihm zur Seite stand Johann Schuh als Adjudant. Xaver Schaller war als Zeugwart für die Ausrüstung der wehr verantwortlich, und Lehrer Hans Höcherl übernahm das Amt des Schriftführers. Josef Luger wurde als Fahnenjunker und Martin Greilinger als Hornist berufen. Vorstand, Kommandant, Adjudant und die sonstigen Funktionsträger wurden am 28.Dezember 1912 in ihren Ämtern bestätigt. Aus der Zeit des Ersten Weltkrieges (1914-1918) gibt es nur wenige Aufzeichnungen im „Feuerwehr Kassa Buch“. Am 17.August 1914 wurden aus der Feuerwehrkasse „für Fr. Krankenpfl. im Kriege“ 5 Mark gespendet, und am 13.April1915 anlässlich des „Gottesdienstes bei Otto Preisinger Bier für Verwundete und Feuerw.“ 10 Mark ausgegeben. Nach dem Kriege „Bei der Feuerwehrwahl am 15.Febr.1919 wurden folgende Chargen gewählt“: Vorstand Anton Schaller, Kommandant Johann Schuh, Adjuant Franz Gahr, Spritzenmeister Xaver Schaller, Schriftführer Lehrer Franz Höcherl, Hornist Martin Greilinger und Fahnenjunker Johann Sigrin. Bei den fälligen Wahlen am 16. März 1924 gab es einen Wechsel an der Spitze der Wehr; Josef Forstner wurde zum Vorstand und Sebastian Karnbeck zum Kommandanten gewählt. Am 22. Dezember 1926 fanden Feuerwehr- Hauptversammlung im Gasthaus Kiendl statt. Damals dürfte Jakob Kammermeier sen. Die Funktion des Hornisten übernommen haben. Anlässlich der Feuerwehrversammlung bei Kiendl am 13. Januar 1927 wurden für 16 Liter Bier 5.60 Mark (1 Liter kostete 35 Pfennige) aus der Kasse bezahlt. Am 17. Dezember 1927 wurde die Hauptversammlung im Gasthaus Huber einberufen. Medard Zierer wurde in der Versammlung vom 25. Mai 1932 zum 2. Kommandant gewählt. Sonst änderte sich nichts. Nach der Machtübernahme der Nationalisten im Deutschen Reich am 30. Januar 1933 gab es in der  Langenhettenbacher Ortswehr kein Führungswechsel mehr.

In den Jahren von 1913 bis 1928 waren jeweils im April eine Frühjahrs-, im Juli eine Sommer- und im September eine Herbstübung vorgeschrieben. Ab 1929 wurden im Mai jedes Jahres eine weitere Übung angesetzt. Je zwei Frühjahrsübungen im April, zwei Sommerübungen im Juli und zwei Herbstübungen um September wurden 1932 verbindlich. Bei den Übungen herrschte damals noch eine gewisse militärische Disziplin. Wie die älteren Bürger von Langenhettenbach heute noch zu erzählen wissen, hat der Hornist Jakob Kammermeier sen. Noch in den 30er Jahren jede Übung mit einem Hornsignal angeblasen. Die Männer der Wehr eilten in Uniform zum Spritzenhäusl unweit des Anwesens Lehner. Auf den zackigen Befehl des Kommandanten Sebastian Karnbeck hin, traten die Wehrangehörigen in Reih und Glied an. Nach Überprüfung der Anwesenheitsliste und genauer Kontrolle der Messingknöpfe an den Uniformjacken wie auch der Messinghelmen, ob diese auch fein säuberlich auf Hochglanz poliert waren, rückte die Wehr mit der „Löschmaschine“, bespannt mit zwei Pferden, an die Übungsstelle aus. Die Übung verlief exakt nach Befehlen des Kommandanten, die vom Hornisten verkündet wurden. Alleine sechs „Spritzendruckleute“ pumpten an der Saug- und Druckspritze. Den Spritzen-Fahrdienst stellten abwechselnd die Pferdebesitzer Johann Gahr, Johann Sigrin, Johann Schuh, Theres Luger, Anton Schaller, Xaver Bauer, Josef Burgmeier, Amelie Huber und Heinrich Kiendl. Nach der Übung gehörte die Einkehr in eines der beiden Dorfwirtshäuser zur traditionellen Selbstverständlichkeit. Auch der alljährliche Feuerwehrball im Januar, der wechselweise in den Gasthäusern Huber beziehungsweise Kiendl (heute Bosl) veranstaltet wurde, lief nach strengem Protokoll ab und gehörte zu den großen gesellschaftlichen Ereignissen. Das Ballkönigspaar wurde mit einer Pferdekutsche von ihren Wohnungen abgeholt, wo es den obligaten Umtrunk gab. Im Ballsaal führte der Ballordner – in den 30er Jahren Josef Schaller, Schmiedmeister, und in der Nachkriegszeit Jakob Kammermeier jun., Krämer – Regie. Er leitete die Eröffnungspolonäse mit dem Ballkönigspaar an der Spitze, die Ballkönigin mit einem Blumenbukett in der Rechten. Der Ballordner rief anschließend zu den einzelnen Tänzen auf. Eine beliebte Einlage muss der sogenannte „Eisenbahnerwalzer“ ,- eine Art Partnerauslosung, die auch Ged einbrachte,- gewesen sein. Der Ballordner Jackl Kammermeier gab dem Ball mit seinen zünftigen Gstanzln eine besondere Note. Die Abrechnung des Feuerwehrballes am 25. Januar 1925 enthhält beispielsweise nachstehende Posten:

– Eintrittsgebühr vom Ball á Person 1 Mark 136,00 Mrk.
– An H. Schmuderer, Mallersdorf, für 100 Stck. Ballkarten und 1 Inserat mit 25,00 Mrk.
– H. Kiendl für Auslagen (Musiker-Verpflegung, Blumenbukett, Schleifen,usw. 21,00 Mrk.
– Für Musik 28,00 Mrk.
– Löb und Gänge 5,00 Mrk.
– Ein Inserat im Ergoldsbacher Anzeiger 3,00 Mrk.
– Protokollgebühr vom Ball 1,60 Mrk.

Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges am 1. September 1939 war es mit dem Feiern vorbei. Die wehrtüchtigen Burschen und Männer wurden alle zum Kriegsdienst eingezogen. 1944 waren es sogar 16- und 15jährige Heranwachsende, die zu den Waffen gerufen wurden. In den letzten Kriegsjahren mussten auf höheren Befehl hin auch auf Dörfern weibliche Feuerwehren eingerichtet werden. Kommandant Sebastian Karnbeck übte in dieser schweren Zeit mit Mädchen und jungen Frauen das Löschen von Bränden. Im Ernstfall hätten auch die alten Männer im Dorfe einspringen müssen. Gott sei Dank blieb unser Ort in den Kriegsjahren 1939/45 von Brandkatastrophen verschont. Am 8. Mai 1945 endete das blutige Völkerringen. Nur allmählich normalisierte sich das staatliche und bürgerliche Leben wieder. In Bayern übte die Amerikanische Militärregierun die Obrigkeitsgewalt aus. In einem vom 3. April 1947 datierten Rundschreiben des damaligen Kreisbrandinspektors Stern, Geiselhöring, ist vermerkt, das di Amerikanische Militärregierung oft Feuerlöschgeräte in verschmutztem, nicht einsatzfähigem Zustand angetroffen habe und die Bürgermeister und Kommandanten verantwortlich gemacht würden. Die Freiwillige Feuerwehr Langenhettenbach hielt nachweislich am 20. November 1948 wieder Neuwahlen ab. Sebastian Karnbeck wurde als 1. Kommandant bestätigt, 2.Kommandant wurde Jakob Kammermeier jun., die Kasse führte Johann Schuh, als Schriftführer fungierte Johann Wimmer und Josef Schaller sen. Zeichnete als Spritzenwart für die Löschgeräte verantwortlich. Im Protokoll des Johann Wimmer zur „Wahl des Feuerwehrhauptmanns und seiner Organisation“ vom 9. Januar 1949 ist wörtlich nachzulesen: „Am 9.1.49 abends 19.00 Uhr war die Wahl des Feuerwehrhauptmanns und seiner Organisation. Nach vorschriftsmäßig abgestimmter Wahl wurde Herr Sebastian Karnbeck mit 16 Stimmen als Hauptmann gewählt, Schuh Johann mit 14 Stimmen als Kassier, Johann Wimmer mit 15 Stimmen als Schriftführer, Schaller Josef mit 16 Stimmen als Gerätewart, Jakob Kammermeier mit 9 Stimmen als Vertreter des Hauptmanns.“ Im Jahre 1951 übernahmen Anton Schaller als 1. Kommandant und Jakob Kammermeier jun. Als 2. Kommandant die Führung der Ortswehr. Alfons Altinger wurde als erster Maschinist berufen, und Josef Schreiner wurde Fähnrich. 1956 wechselten wieder einzelne Funktionsträger. Karl Luger wurde 1. Kommandant, Lehrer Franz Knaus Schriftführer, Otto Eberl Kassier, Adolf Korber Gerätewart und Alois Kammermeier Fähnrich. 1962 gab es an der Volksschule Langenhettenbach einen Lehrerwechsel. Der neue Lehrer, Georg Wernthaler, übernahm ab 1. September 1962 das Amt des Schriftführers, das er nach nunmehr dreißig Jahren auch heute noch zu aller Zufriedenheit ausübt. Zum 1. Februar 1966 wurden die Orte Dürrenhettenbach und Stocka aus der aufgelösten Gemeinde Penk in die ehemalige Gemeinde Langenhettenbach eingegliedert. Infolge waren am 12. Mai des Jahres Neuwahlen bei der Feuerwehr fällig. Josef Prückl wurde dabei als 2. Kommandant in der Führungsgruppe gewählt. Am 21. Mai1971 wurde Josef Prückl von Johann Zierer sen. Als 2. Kommandant. Abgelöst. Nach dem Großßbrand im Anwesen Johann Gahr am 4. Februar 1971 trat Kommandant Karl Luger von seinem Amt zurück. Josef Bruckbauer stellte sich bei den Neuwahlen am 24. September 1971 als 1. Kommandant zur Verfügung. Als sein Stellvertreter wurde wieder Josef Prückl berrufen. Die übrigen Vorstandsmitglieder blieben im Amt. Am 28. März 1972 übernahm Gerätewart Adolf Korber auch die Feuerwehrkasse, und am 7. Dezember desselben Jahres wurde wiederum Johann Zierer sen. Zum 2. Kommandanten gewählt. Inzwischen war die Gemeinde Langenhettenbach zum 1. Januar 1972 im Zuge der Gebietsreform freiwillig der Marktgemeinde Ergoldsbach angeschlossen worden. Der neue 1. Kommandant, Josef Bruckbauer, ging mit großem Elan an seine ihm anvertrauten Aufgaben heran. Die Freiwillige Feuerwehr Langenhettenbach erlebte einen wahren Aufschwung. Bruckbauer verstand es, das Interesse der heranwachsenden Burschen für den Feuerwehrdienst zu wecken. Noch im Jahre 1971 konnten drei einsatzbereite Löschgruppen aufgestellt werden. In den Jahresübungsplänen wurden acht Übungen verbindlich vorgeschrieben. Im Februar 1972 stellte sich nach der Ausbildung durch Kreisbrandmeister Raimund Dobmeier, Neufahrn, eine Löschgruppe der Prüfung zum Feuerwehr-
Leistungsabzeichen der Stufe I und II; weitere Gruppen folgten. Gruppenführer und Maschinisten nahmen an Lehrgängen an der Feuerwehrschule Regensburg teil. In Eigenleistung wurden im Feuerwehrgeräteraum im ehemaligen Schulhaus Stellagen aus Holz zusammengezimmert zum Ablegen von Schutzanzügen, Gurten Schutzhelmen und Gummistiefeln. Im Mai 1976 errichtete eine Gruppe in freiwilligem Einsatz sieben Saugstellen entlang des Hettenbaches. Im Herbst 1973 und 1976 organisierte Kommandant Bruckbauer die Großübungen der sechs im Marktbereich ansässigen Ortswehren im Rahmen der Brandschutzwoche. Auch auf gesellschaftlichem Sektor aktivierte die Langhenhettenbacher Wehr unter Bruckbauers Führung ihre Tätigkeit. Der alljährliche Feuerwehrball im Januar gehörte heute zur Tradition. Um die Feuerwehrkasse aufzufüllen, wurden alle zwei Jahre im Wechsel mit den Auerhahnschützen Preisschafkopf- und Preiswallachturniere ausgetragen. Fußballfreundschaftsspiele mit benachbarten Feuerwehren boten eine willkommende Abwechslung. Nicht zuletzt wurde zum Andenken der toten Feuerwehrkammeraden jeweils im Mai der Feuerwehrjahrtrag abgehalten. Später wurde der Jahrtagsgottesdienst an den Vorabend des Totensonntags im November verlegt und mit einer Gedenkfeier am Kriegerdenkmal zu Ehren der Opfer der Kriege und Gewalt verbunden. Völlig überraschend erklärte Josef Bruckbauer zum 1. April 1978 seinen Rücktritt als verantwortlicher Kommandant. In der außerordentlichen Versammlung am 18. Juli 1978 erhielt Adolf Korber das große Vertrauen der Wehrangehörigen als 1. Kommandant. Adolf Friedl sen. Wurde am 9. August 1978 zum Gerätewart, Josef Schreiner zum Maschinist und Helga Korber zur Kassenführerin berufen. Der am 30. November 1976 gewählte 1. Vorstand Alfons Gahr trat im Februar 1979 aus gesundheitlichen Gründen zurück. Als dessen Nachfolger wurde am 10. März 1979 3. Bürgermeister Josef Spichtinger mit überzeugender Mehrheit gewählt.

Kommandant Korber forcierte die Ausbildung der Feuerwehr. Die an Sonntagen angesetzten Übungen wurden mit allgemeiner Zustimmung auf Werktage verlegt. Ab 1980 wurden zehn Übungen im Jahresplan angesetzt. Mehrere Löschgruppen stellten sich weiterhin bereitwillig den Prüfungen zu Leistungsabzeichen der Stufe I und II. Zur Pflege der sieben Saugstellen entlang des Hettenbaches wurde ein Wartungsdienst eingeteilt. Anläßlich eines bestens organisierten Ehrenabends am 8. Dezember 1979 im Sall der Gaststätte Fritz Huber konnten 18 Männer der Wehr für 25jährige Dienstzeit das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber entgegennehmen. In der Jahresversammlung am 13. Dezember 1980 erklärten sich acht Feuerwehrleute bereit, künftig in Uniform unter der Einsatzleitung von Fritz Strohmeier den Leichenträgerdienst in Langenhettenbach zu übernehmen. Kunstmaler Manfred Juretschko fertigte im Sommer 1981 in gekonnter Weise das Bildnis des Heiligen Florian am Ostgiebel des ehemaligen Schulhauses, in dessen Erdgeschoß noch heute die Feuerwehr untergebracht ist. Zur Auffrischung der Feuerwehrkasse wurden Kegelturniere durchgeführt. Seit 1979 stellt die Freiwillge Feuerwehr Langenhettenhettenbach alle drei Jahre anläßlich des vom Frühschoppenverein Ergoldsbach organisierte Faschingsjahrmarkt einen Arbeitstrupp zum Auf- und Abbauen der Marktbuden in der Hauptstraße von Ergoldsbach. Am 6. Januar 1983 übernahm Franz Reif die Kasse, die er bis zum heutigen Tag in gewissenhafter und zuverlässiger Weis führt. In der Jahresversammlung am 7. April 1984 mußte 1. Kommandant Korber aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zur Verfügung stellen. Auch Josef Spichtigner bat, von einer weiteren Nominierung als 1. Vorstand Abstand zu nehmen. In einer notwendigen Stichwahl erhielt Josef Schaller ein überzeugendes Votum als 1. Kommandant. Helmut Radlmeier erklärte sich bereit, die Aufgaben des 1. Vorstandes zu übernehmen, die er er bis zum heutigen Tage mit vorbildlichem Engagement ausführt. Die übrigen Vorstandsmitglieder und Funktionsträger wurden bestätigt. Am 30. März 1985 wurde Adolf Friedl sen. Zum stellvertretenden Vorstand gewäht. Auch Kommandant Josef Schaller setzte sich mit Vehemenz für die Stärkung der Schlagkraft der heimischen Feuerwehr ein. 1985 nahm ein Großteil der Feuerwehrleute erstmals an der Winterschulung teil; heute ist die Teilnahme eine Selbstverständlichkeit. Die Hydrantenbegehung im Frühjahr gehört heute zu den ständigen Einrichtungen. In den Jahren 1985 und 1987 stellten sich mehrere Löschgruppen den Prüfungen zu den Leistungsabzeichen der Stufen I, II, III/1, III/2, und III/3. Am 3. September 1985 wurden die Feuerwehren aus dem weiten Umkreis alamiert, um das ausgebrochene Feuer in den Scheunen mit eingebauten Stallungen in den Anwesen des Johann Dobler und Xaver Bauer lokalisieren zu können. Kommandant Schaller zeichnete auch für die Großübung im September 1986 anläßlich der Brandschutwoche verantwortlich. Dabei mußte eine rund 800 Meter lange, ansteigende Schlauchleitung von Stocka bis zum „Brandobjekt“, Einödhof Haselwies, verlegt werden. Im Verlaufe eines Ehrenabends am 6. Juli 1985 wurde Heinrich Lehner sen. Für 41 Jahre freiwilligen dienst beid er Feuerwehr mit dem Feuerwehr- Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet. am 6. Juni 1987 konnten Adolf Riedl sen., Alois Kammermeier und Georg Wernthaler für 15jährige Dienstzeit das Ehrenzeichen in Silber entgegennehmen. Josef Schaller organsierte auch Omnibustagesausflüge nach Oberbayern. Am 22. März 1987 wurde der Flughafen München-Riem besichtigt und am 9. März 1990 die Erlus-Dachziegelwerke in Neufahrn erkundet. Im Juli 1986 lud die Feuerwehr Langenhettenbach erstmals zu einem Grillfest ein.

In der Jahreshauptversammlung vom 30. März 1990 lehnten Josef Schaller und Johann Zierer sen. Eine weitere Kandidatur ab. Adolf Friedl sen. Stellte sich bei einer Gegenstimme als 1. Kommandant zur Verfügung. Bei einer Stimmenthaltung wurde Franz Gahr sein stellvertreter. 1. Vorstand blieb Helmut Radlmeier. Ihm zu Seite als 2. Vorstand steht Johann Dobler. Schriftführer Georg Wernthaler, Kassenverwalter Franz Reif und Fähnrich Josef Grenzinger wurden einstimmig in ihrem Funktionen bestätigt und Robert Multhammer zum neuen Gerätewart berufen. Der neue Kommandant Adolf Friedl ging mit frischem Elan and die ihm übertragende Arbeit heran. Die drei Löschgruppen wurden neu eingeteilt, wobei besonders die Schichtarbeiter bei den BMW-Werken berücksichtigt werden mußten. Das Interesse der Männer an den Winterschulungen steigerte sich zusehends. Trotz Ausscheidens langjähriger, aktiver Feuerwehrleute stieg die Anzahl der Mitglieder durch Neuzugänge auch beachtliche 55 Männer. 1991 beteiligten sich vier Löschgruppn an den Prüfungen zu den Leistungsabzeichen der Stufen I bis III/4. Sechs Wehrangehörige absolvierten im Mai 1991 einen Funklehrgang in Neufahrn mit Erfolg. Die am 27. September 1991 durchgeführte Großübung im Rahmen der Brandschutzwoche mit dem Anwesen Rengstl als „Brandobjekt“ hatte Kommandant Friedl in  Zusammenarbeit mit Kreisbrandinspektor Thomas Loibl, Pattendorf, bestens vorbereitet. Das Weiherfest der Feherwehr jeweils im Juni zählt heute zu den ständigen Einrichtungen. Die Oldtimertreffen mit Rallye im August 1990 und 1991 übertrafen alle Erwartungen. Anläßlich des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“ im Mai 1990 stellte sich die Freiwillige Feuerwehr Langenhettenbach in einer gelungenen Schautafel der Jury vor. Das Preisschafkopfen und Preiswallachen am 24. Februar 1991 im Saal der Gaststätte Huber brachte der Feuerwehrkasse eine willkommene Auffrischung. Schon im Herbst 1990 wurde zur Vorbereitung des 115jährigen Gründungsfestes mit Fahnenweihe (genaues Bestehen 117 Jahre) vom 26. bis 27. Juni 1992 ein 15köpfiger Festausschuß gewählt, der in seinen regelmäßigen monatlichen Sitzungen das große Feuerwehrfest bestens arrangiert hat. In der Jahreshauptversammlung vom 7. Februar 1992 übernahm Konrad Obermeier dankenswerter Weise die Funktion des stellvertretenden Gerätewartes. Bezüglich der Ausrüstung kann festgestellt werden, daß die Feuerwehr Langenhettenbach schon bald nach ihrer Gründung im Jahre 1875 über eine Saug- und Druckpumpe, die von zwei Pferden gezogen wurde, verfügt haben muß. Im Laber-Boten vom 3. September 1880 ist nachzulesen, daß die Feuerwehr Langenhettenbach aus dem „Kreisfonds“ eine Unterstützung von 50 Mark erhalten habe. Drei Jahre später berichtet der Laber-Bote: „In Langenpettenbach brach am 18. April (1883) morgen ½ 2 Uhr im Hause des Mauerers Hemauer Feuer aus und äscherte dasselbe gänzlich ein; die Ortsfeuerwehr und die diejenigen von Oberellenbach arbeiteten eifrigst an der Löschung des Brandes“. Die von sechs Spritzdruckmännern zu bedienende Saug- und Druckpumpe funktionierte auch noch im Jahre 1950. Schon 1948 wurde der Wunsch nach einer Motorspritze laut. Nach zähen Verhandlungen wurde am 29. November 1950 von der Fa. Dütsch, Regensburg-Kager, eine Motorspritze, TS 8 Magirus 508 L, für 2410 D-Mark abzüglich 250 Mark ausgeliefert. In den Jahren 1952/53 wurden im Zuge der Errichtung der örtlichen zentralen Wasserversorgung in Langenhettenbach und Frauenwies Ober- und Unterflurhydranten installiert. Im Februar 1996 übernahmen die Langenhettenbacher die neuwertige TS 8/8, Metz, Baujahr 1958, von der aufgelösten Ortsfeuerwehr in Penk. Die Marktfeuerwehr Ergoldsbach übergab im April 1972 einen gebrauchten Geräteanhänger. Im Herbst 1962 hatte das Spritzenhäusl beim Anwesen Lehner dem Ausbau der Ortsstraßen weichen müssen. Erst im Jahre 1967 wurde die ehemalige Lehrerwohnung im Schulhaus zu drei Verwaltungsräumen für die Gemeinde du einem Feuerwehrgeräteraum umgebaut.

Der Transportunternehmer Helmut Radlmeier spendete der Langenhettenbacher Wehr 1982 ein gebrauchtes Transportfahrzeug, Mercedes-Kombi 207 D, das in freiwilliger Arbeit zum Löschfahrzeug umfunktioniert wurde. Pfarrer Ferdinand Fürst, Attenhofen, als früherer Kaplan auch aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Langenhettenbach, spendete dem Löschfahrzeug am 17. Juni 1982 im Rahmen eines Feuerwehrfestes den kirchlichen Segen. Bei der Brandkatastrophe am 3. September 1985, der die Scheunen mit eingebauten Stallungen in den Anwesen Dobler und Bauer zum Opfer fielen, zeige sich, daß die örtliche Wasserversorgung und Hettenbach nur knapp das notwendige Löschwasser liefern konnten. Mit dem Bau des Dorfweihers auf dem ehemaligen Schuh-Anger ist auch diese Problem ein für allemal gelöst. Schon im Jahre 1883 konnte die Freiwillige Feuerwehr Langenhettenbach eine Standarte weihen, die bis 1930 bei örtlichen Feierlichkeiten der Ortswehr vorangetragen wurde. Die Standarte trug auf der einen Seite die Aufschrift: „Freiwillige Feuerwehr Langenhettenbach – 1883“ Am 6. Juli 1930 erhielt im Rahmen eines groß aufgezogenen Festes eine neue Fahen die kirchliche Weihe. Zugleich konnte auch das 55jährige Bestehen der Langenhettenbacher Wehr gefeiert werden. Als Fahnenmutter fungierte damals Maria Sigrin, die Mutter der heutigen Fahnenmutter von 1992, Hermine Zierer geborenen Sigrin. Die Festjungfrauen Maria Bauer, Emma Kiendl, Maria Schuh und Kreszenz Strohmeier überreichten 1930 die Fahnenbänder. Nun begeht die Freiwillige Feuerwehr  Langenhettenbach vom 26. Bis 29. Juni 1992 ihr 115jähriges Gründungsfest (genaues Bestehen 117 Jahre) und läßt eine neue Fahne weihen. Der Herrgott möge dem Fest einen würdigen Verlauf bescheren und der Langenhettenbacher Wehr eine segensreiche Zukunft in steter Kameradschaft zum Wohle der Mitmenschen gewähren.

(Georg Wernthaler)

Chronik der Feuerwehr Langenhettenbach ab 1992

Die Chronik bis 1992 wurde vom Schriftführer Georg Wernthaler anlässlich der Fahnenweihe 1992 erfasst und säuberlichst mit dem „Feuerwehr Kassa- Buch von Franz Gahr“, allen wichtigen Zeitungsausschnitten und den im Inventar erwähnten Gegenständen abgelegt und ist auch heute noch erhalten. Das bereits erwähnte TSF wurde im Mai 1992 von Kaplan Bosl feierlich eingeweiht und war das erste „neue“ Fahrzeug, dass der Langenhettenbacher Wehr zur Verfügung stand.. Eingeweiht wurde es im Rahmen des „Weiherfestes“, welches seit 1990 am Weiher und am Zierer- Anwesen ausgetragen wird und viel Zuspruch erfährt. Vom 26. bis 29. Juni war es dann endlich soweit, und die Fahnenweihe zum 115jährigen Gründungsfest (genaues Bestehen 117 Jahre) konnte bei bestem Wetter abgehalten werden. Nach einem feierlichen Gottesdienst am Sportplatz von Pfarrer Gruber zogen 88 Gastvereine in 5 Festzügen mit circa 1200 Mitgliedern durch die mit Kränzen und Girlanden geschmückten Straßen Langenhettenbachs, auch die weiteren rund 1000 Zuschauer geizten dabei nicht mit Applaus. Das viertägige Fest war außerdem mit Ehrenabend, Totengedenken, Standkonzert und Musik der zahlreichen Kapellen zu einer gelungenen und bestens organisierten Fahnenweihe geworden. Dies wurde auch in der Nachfeier mit dem Patenverein aus Oberellenbach am 7. November 1992 im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal im Gasthaus Huber-Falter gebührend gefeiert und nachbesprochen, Fahnenmutter Hermine Zierer dankte allen in selbstverfassten Versen und Fritz Strohmeier rundete die gelungene Fahnenweihe mit seinen Gstanzln ab.

Am 7. August 1994 brannte das Stallgebäude im Mießlinger-Hof aufgrund eines Blitzeinschlages nieder, ein Übergreifen auf das verbundene Wohnhaus konnte noch verhindert werden.

Bei den Neuwahlen am 12. April 1996 wurde mit Adolf Friedl sen. (1. Kommandant), Franz Gahr (2. Kommandant), Helmut Radlmeier (1. Vorstand), Georg Wernthaler (Schriftführer), Franz Reif (Kassier) und Robert Multhammer (Gerätewart) die fast die gesamte Vorstandschaft der Fahnenweihe wiedergewählt. Robert Rengstl übernahm als 2. Vorstand von Johann Dobler.

Am 14. März 1998 wurde erneut gewählt, und somit der 6 Jahres Rhythmus verändert, da der 1. Kommandant Adolf Friedl sen. die Altersgrenze erreicht hatte. Sein Nachfolger wurde Robert Multhammer, 2. Kommandant blieb Franz Gahr. Robert Rengstl wurde zum 1. Vorstand gewählt, Josef Mießlinger zu seinem Stellvertreter. Martin Hart wurde zum Kassier gewählt. Christian Falter übernahm den Schriftführerposten von Georg Wernthaler, der diesen 36 Jahre lang ausführte. Gerhard Klaiber wurde Gerätewart. Bereits am 6. Juli 1998 wurde der 2. Kommandant erneut gewählt, und Adolf Friedl jun. erhielt den Zuspruch seiner Kameraden. 2001 übernahm Johann Schluttenhofer den Posten des Gerätewartes von Gerhard Klaiber.

1999 wurde in 150 freiwilligen Arbeitsstunden das Gerätehaus auf Vordermann gebracht, im Dezember wurden die neuen Schutzanzüge „Bayern 2000“ angeliefert.

Die Fahnenweihe der Nachbarwehr Prinkofen wurde am 24. Juni 2001 als Patenverein begangen. Auch der alljährliche Feuerwehrausflug im September wurde weiter sehr gerne angenommen.

Nachdem die Neuwahlen am 13. März 2004 ohne Ergebnis blieben, wurde am 02. April 2004 im Gasthaus Huber-Falter eine neue Vorstandschaft gefunden. Robert Rengstl als 1. Vorstand, Adolf Friedl jun. als 2. Kommandant und Martin Hart als Kassier wurden im Amt bestätigt. Max Zach wurde zum neuen 1. Kommandanten und Dieter Radlmeier als neuer 2. Vorstand gewählt, ebenso Josef Raab zum Schriftführer.

Im Jahr 2005 konnten die Utensilien zum Patenbitten gleich erneut erfolgreich verwendet werden, denn die Feuerwehr Paindlkofen feierte ihre Fahnenweihe ebenfalls mit der Feuerwehr Langenhettenbach als Patenverein.

Am 29. Und 30. Juli 2005 war die Langenhettenbacher Wehr aufgrund eines Sturms im Dauereinsatz, über 15 umgestürzte Bäume waren allein zwischen Frauenwies und Stocka zu beseitigen. Auch beim Dorfweiher und in unmittelbarer Nähe des Kirchturms wurden Bäume beseitigt.

Am 20. Februar 2010 wurden die Kommandanten Max Zach und Adolf Friedl im Amt bestätigt, auch Stefan Gottschalk als 1. Vorstand und Josef Raab als Schriftführer erhielten erneut das Vertrauen der Kameraden. Heinrich Lehner wurde zum 2. Vorstand gewählt, Manfred Schaller zum Kassier.

In den folgenden Jahren wurden das Oldtimerfest, bei dem seit 1990 jährlich „das ganze Dorf“ mithalf und zum Gelingen beitrug weiter professionalisiert, neues Material dazu beschafft und neue Verkaufsbuden gebaut.

In der Feuerwehr konnten mit Anna Zach 2011 und Katrin Altinger 2013 die ersten Feuerwehrfrauen aufgenommen werden. Auch beim Material wurde – oft aus Mitteln des Feuerwehrvereins und Spenden aufgerüstet, insbesondere beim Hochwasserschutz und der Stromversorgung. Die Übungen wurden nun nicht mehr Gruppenweise, sondern jeweils am ersten Freitag im Monat und am darauffolgenden Montag abgehalten, um mehr Teilnehmer und Schichtarbeiter anzulocken. Die Begleitung der Langenhettenbacher Pilger nach Hebramsdorf und die Brandwache beim Sonnwendfeuer gehörten weiterhin zu den jährlichen Aufgaben der Wehr.

Weil das ehemalige Schulhaus (erbaut 1875) mittlerweile zu klein wurde, und der Maschinist bei der Ausfahrt zum Einsatz ums Eck rangieren musste, wurde für das Jahr 2012 und 2013 ein Umbau notwendig. Dabei wurden das ehemalige Schulhaus zum Material und Gesellschaftsraum umgebaut, eine Fahrzeughalle mit Platz für die Einsatzkleidung und Einsatzgeräte sowie Sanitärräume wurden angebaut. Das bisher größte Projekt der Feuerwehr konnte nur durch über 3000 Stunden Eigenleistung der Kameraden, gute Zusammenarbeit aller Beteiligten und Spenden gestemmt werden. Die Einweihung erfolgte am 9. November 2013 durch Pfarrer Stefan Anzinger.

Am 13. Februar 2016 waren die nächsten Neuwahlen fällig. Stefan Gottschalk als 1. Vorstand und Heinrich Lehner als sein Stellvertreter wurden ebenso wie Kassier Manfred Schaller im Amt bestätigt, Richard Heindl übernahm das Amt des Schriftführers von Josef Raab, welcher das „Einsagen“ vor Festen wie kein anderer ausführte und beherrschte und 2011 das Wattturnier am Samstag des Weiherfestes ins Leben rief und organisierte. Die beiden Kommandanten Max Zach und Adolf Friedl wollten für neuen Schwung in der Wehr sorgen und Kandidierten nicht mehr.

Somit wurde am 21. Mai 2016 eine erneute Versammlung notwendig, bei der sich erneut kein Kandidat fand. Max Zach als 1. Kommandant und Adolf Friedl als 2. Kommandant stellten sich nochmals zur Verfügung und wurden wiedergewählt.

Langsam wurde eine Ersatzbeschaffung für das TSF aus 1992 fällig. Nach langen Diskussionen entschied sich die Wehr als einer der ersten nicht für ein neues TSF. Stattdessen dafür ein gebrauchtes Löschfahrzeug mit 9 Sitzplätzen statt 6, Wassertank und Vorrichtung für Atemschutzgeräte. Dies wurde am 11. Februar 2019 in dem einem LF 8/6 , aufgebaut auf einen Mercedes 814 , Baujahr 1996 gefunden und abgeholt. Mit aufwendigen Umbaumaßnahmen und viel Tüftelei wurde somit die Zukunftsfähigkeit der Wehr sichergestellt. Im Oktober 2019 konnten 5 Atemschutzgeräteträger vorgewiesen werden. Die Einweihung des komplett umgebauten Fahrzeuges konnte am 9. November 2019 (genau 6 Jahre nach der Einweihung des Gerätehauses) gefeiert werden, die Langenhettenbacher Idee und fand dabei viel Zuspruch und Anerkennung.

Im August 2019 fand das 30. und bisher letzte Oldtimerfest auf dem Betriebsgelände der Firma Radlmeier statt, traditionell unter viel Mithilfe der Dorfgemeinschaft. Es kamen wieder circa 3000 Gäste und Oldtimerfreunde aus Nah und Fern. Die ausgestellten Fahrzeuge, eine Ausfahrt für

Motorräder, Autos und Traktoren mit Fahrzeugsegnung und hervorragende Verköstigung durch Vereinsmetzger Hans Ruhstorfer sorgten wie jedes Jahr für ein gelungenes Fest.

Von März 2020 bis 2021 ließ die Coronapause Übungen und auch Gesellschaftliche Zusammenkünfte in der Feuerwehr und in der Dorfbevölkerung nur bedingt zu. Auch der Feuerwehrball am 11. Januar 2020 im Gasthaus Huber-Falter, der bisher jährlich ausgetragen wurde, war der vorerst letzte.

Am 5. Mai 2022 standen neben zahlreichen Ehrungen auch Neuwahlen an. Die komplette bisherige Vorstandschaft stellte ihre Ämter zur Verfügung, um nach teils langen Amtszeiten frischen Wind in die Feuerwehr zu bringen. Es stellte sich kein Kandidat für einen der Posten zur Verfügung. Auch der Posten des Gerätewartes musste neu besetzt werden, nachdem Johann Schluttenhofer nach 19jähriger Amtszeit die Altersgrenze erreicht hatte.

In der 2. Versammlung im Gasthaus Huber-Falter konnten die Ämter des Feuerwehrvereins besetzt werden. Stefan Schreiner wurde als 1. Vorstand, Johann Pritscher als 2. Vorstand gewählt. Markus Schreiner übernahm das Amt des Kassiers und Andreas Zach wurde zum Schriftführer gewählt. Die beiden Kommandantenämter konnten auch in zahlreichen interner Versammlungen nicht gefunden werden, und trotz aktuellem Feuerwehrfahrzeug, guter Ausbildung, neuem Anbau und einiger guter Kandidaten konnte niemand gefunden werden, der sich zur Wahl stellte.

Am 11. September 2022 konnten nach zähem Ringen und kurz vor der Eingliederung in die Stützpunktwehr Ergoldsbach die beiden Ämter doch noch besetzt werden. Als 2. Kommandant übernahm Manuel Bosl das Amt von Adolf Friedl nach dessen 24jähriger Amtszeit. Mit Marcel Friedl wurde sein Sohn zum 1. Kommandanten der Wehr gewählt.

Zusammenfassung Chronik

2022

Komplette Neuwahlen der Vorstandschaft

2019

Dreißigstes und bisher letztes Oldtimerfest in Langenhettenbach, bei dem traditionell ganz Langenhettenbach mithalf.

2004

Patenverein der Feuerwehr Paindlkofen

2001

Patenverein der Feuerwehr Prinkofen

07.08.1994

Brand Stallgebäude Mieslinger

26. - 29.06.1992

Fahnenweihe

Mai 1992

Segnung des neuen Löschfahrzeuges TSF

03.09.1985

Niederbrand der Scheunen mit eingebauten Stallungen in den Anwesen Dobler und Bauer in Langenhettenbach

1982

Helmut Radlmeier spendet einen Mercedes Kombi 207 D der in Eigenleistung zum Löschfahrzeug umgerüstet wurde

04.02.1971

Brand der Wirtschaftsgebäude im Anwesen Gahr in Langenhettenbach

1967

Einzug der Wehr ins ehemalige Schulgebäude

1966

Motorspritze TS8/8, Metz, Baujahr 1958

1950

Motorspritze TS8, Magirus 508L

Mai 1936

Brand der Scheunen in den Anwesen Bauer und Burgmeier in Langenhettenbach

1930

Fahnenweihe

1925

Brand des Wohnhauses mit Stallung bei Löb in Langenhettenbach

1891

Brand der Gehöfte Huber (heute Prückl), Lederer, Fischer und Liebhard in Dürrenhettenbach

1883

Standartenweihe

1875

Erste Saug und Druckspritze von zwei Pferden gezogen, 6 Mann zum Pumpen mit der Hand

1875

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Langenhettenbach

Chronik bis 1992

Chronik der Feuerwehr Langenhettenbach bis 1992

In Bayern wurden nachweislich etwa ab 1850 die ersten freiwilligen Feuerwehren auf Vereinsbasis gegründet. So geht laut Unterlagen des königlich bayerischen Bezirksamtes Rottenburg die Gründung der Feuerwehr Ergoldsbach auf das Jahr 1869 zurück. Die königlich bayerisch Regierung von Niederbayern rügte im Jahre 1870 das Bezirksamt Mallersdorf wegen allzu laschen Vorgehens bezüglich der Gründung freiwilliger Feuerwehren und drohte im sogenannten „Feuerwehrkrieg“ sogar mit der Einführung von Pflichtfeuerwehren in den Dorfgemeinden. So wurde im Jahre 1875 auch in der damaligen Gemeinde Langenhettenbach eine  freiwillige Feuerwehr gegründet. Leider fehlen hierüber nähere schriftliche Unterlagen.

Im Jahresbericht des Kreisverbandes der niederbayerischen Freiwilligen Feuerwehren vom Jahre 1876/77 – abgedruckt im damaligen Lokalblatt „Der Laber-Bote“ – wird unter anderem berichtet, dass im Bezirk Mallersdorf 37  Freiwillige Feuerwehren mit 1250 Mitgliedern bestehen . Außerdem werden auch noch 157 Mitglieder von Pflichtfeuerwehren genannt. Die Wehren im Bezirk verfügen über 24 Saug- und Druckspritzen, 18 Druckspritzen, 12 kleinere Spritzen und 2040 Meter Schläuche. Bezirksvertreter war damals Lehrer Muggenthaler aus Hofkirchen. Auch die Langenhettenbacher Ortswehr muss sich schon bald nach seiner Gründung eine Saug- und Druckspritze angeschafft haben. Löschwasser lieferten neben dem Hettenbach mit drei Löschwasserstaustufen der Kiendl- Weiher, der aus dem Huberwirts- Weiher gespeist werden konnte, die Löschweiher in Frauenwies , Einkreut, Dürrenhettenbach und Stocka. Am 5. Oktober 1891 rief ein Großalarm die Feuerwehren aus der näheren Umgebung nach Dürrenhettenbach, wo die Gehöfte Lederer, Huber, (heute Prückl), Fischer und Liebhard von einer Brandkatastrophe heimgesucht wurden. Schon 1883 wurden in Langenhettenbach eine Feuerwehrstandarte geweiht. wie ältere Langenhettenbacher zu berichten wussten, war um 1890 der Bauer Ludwig Mirlach Kommandant der Wehr. Dessen Nachfolger wurde der damalige  Bürgermeister Georg Karnbeck, der im Jahre 1898 verstarb. Am 28. Februar 1904 im Strohmeier’ schen  Gasthaus wurden neu gewählt: „Vorstand Josef Luger, ökonom; Kommandant Josef Strohmeier, Gastwirt; Adjudant Anton Schaller, Söldnerssohn; Spritzmeister Josef Schwinghammer, Schuhmachermeister; Schriftführer und Kassier Johann Grätzer, Lehrer.“ Aus dem „Feuerwehr Kassa Buch für Franz Gahr“ geht hervor, dass am 4. Januar 1907 Franz Gahr zum Vorstand gewählt wurde. –Franz Gahr war von1912 bis 1934 auch Bürgermeister der Gemeinde Langenhettenbach- In der Dorfchronik vom benachbarten Jellenkofen, angefertigt von Sebastian Gahr, (heute in Händen von Sebastian Wittmann)ist nachzulesen, dass am 5.Januar 1910 anlässlich der Neuwahlen im Gasthaus Huber Hans Gahr als Vorstand bestätigt wurde.

Zum Kommandant wurde Anton Schaller gewählt. Ihm zur Seite stand Johann Schuh als Adjudant. Xaver Schaller war als Zeugwart für die Ausrüstung der wehr verantwortlich, und Lehrer Hans Höcherl übernahm das Amt des Schriftführers. Josef Luger wurde als Fahnenjunker und Martin Greilinger als Hornist berufen. Vorstand, Kommandant, Adjudant und die sonstigen Funktionsträger wurden am 28.Dezember 1912 in ihren Ämtern bestätigt. Aus der Zeit des Ersten Weltkrieges (1914-1918) gibt es nur wenige Aufzeichnungen im „Feuerwehr Kassa Buch“. Am 17.August 1914 wurden aus der Feuerwehrkasse „für Fr. Krankenpfl. im Kriege“ 5 Mark gespendet, und am 13.April1915 anlässlich des „Gottesdienstes bei Otto Preisinger Bier für Verwundete und Feuerw.“ 10 Mark ausgegeben. Nach dem Kriege „Bei der Feuerwehrwahl am 15.Febr.1919 wurden folgende Chargen gewählt“: Vorstand Anton Schaller, Kommandant Johann Schuh, Adjuant Franz Gahr, Spritzenmeister Xaver Schaller, Schriftführer Lehrer Franz Höcherl, Hornist Martin Greilinger und Fahnenjunker Johann Sigrin. Bei den fälligen Wahlen am 16. März 1924 gab es einen Wechsel an der Spitze der Wehr; Josef Forstner wurde zum Vorstand und Sebastian Karnbeck zum Kommandanten gewählt. Am 22. Dezember 1926 fanden Feuerwehr- Hauptversammlung im Gasthaus Kiendl statt. Damals dürfte Jakob Kammermeier sen. Die Funktion des Hornisten übernommen haben. Anlässlich der Feuerwehrversammlung bei Kiendl am 13. Januar 1927 wurden für 16 Liter Bier 5.60 Mark (1 Liter kostete 35 Pfennige) aus der Kasse bezahlt. Am 17. Dezember 1927 wurde die Hauptversammlung im Gasthaus Huber einberufen. Medard Zierer wurde in der Versammlung vom 25. Mai 1932 zum 2. Kommandant gewählt. Sonst änderte sich nichts. Nach der Machtübernahme der Nationalisten im Deutschen Reich am 30. Januar 1933 gab es in der  Langenhettenbacher Ortswehr kein Führungswechsel mehr.

In den Jahren von 1913 bis 1928 waren jeweils im April eine Frühjahrs-, im Juli eine Sommer- und im September eine Herbstübung vorgeschrieben. Ab 1929 wurden im Mai jedes Jahres eine weitere Übung angesetzt. Je zwei Frühjahrsübungen im April, zwei Sommerübungen im Juli und zwei Herbstübungen um September wurden 1932 verbindlich. Bei den Übungen herrschte damals noch eine gewisse militärische Disziplin. Wie die älteren Bürger von Langenhettenbach heute noch zu erzählen wissen, hat der Hornist Jakob Kammermeier sen. Noch in den 30er Jahren jede Übung mit einem Hornsignal angeblasen. Die Männer der Wehr eilten in Uniform zum Spritzenhäusl unweit des Anwesens Lehner. Auf den zackigen Befehl des Kommandanten Sebastian Karnbeck hin, traten die Wehrangehörigen in Reih und Glied an. Nach Überprüfung der Anwesenheitsliste und genauer Kontrolle der Messingknöpfe an den Uniformjacken wie auch der Messinghelmen, ob diese auch fein säuberlich auf Hochglanz poliert waren, rückte die Wehr mit der „Löschmaschine“, bespannt mit zwei Pferden, an die Übungsstelle aus. Die Übung verlief exakt nach Befehlen des Kommandanten, die vom Hornisten verkündet wurden. Alleine sechs „Spritzendruckleute“ pumpten an der Saug- und Druckspritze. Den Spritzen-Fahrdienst stellten abwechselnd die Pferdebesitzer Johann Gahr, Johann Sigrin, Johann Schuh, Theres Luger, Anton Schaller, Xaver Bauer, Josef Burgmeier, Amelie Huber und Heinrich Kiendl. Nach der Übung gehörte die Einkehr in eines der beiden Dorfwirtshäuser zur traditionellen Selbstverständlichkeit. Auch der alljährliche Feuerwehrball im Januar, der wechselweise in den Gasthäusern Huber beziehungsweise Kiendl (heute Bosl) veranstaltet wurde, lief nach strengem Protokoll ab und gehörte zu den großen gesellschaftlichen Ereignissen. Das Ballkönigspaar wurde mit einer Pferdekutsche von ihren Wohnungen abgeholt, wo es den obligaten Umtrunk gab. Im Ballsaal führte der Ballordner – in den 30er Jahren Josef Schaller, Schmiedmeister, und in der Nachkriegszeit Jakob Kammermeier jun., Krämer – Regie. Er leitete die Eröffnungspolonäse mit dem Ballkönigspaar an der Spitze, die Ballkönigin mit einem Blumenbukett in der Rechten. Der Ballordner rief anschließend zu den einzelnen Tänzen auf. Eine beliebte Einlage muss der sogenannte „Eisenbahnerwalzer“ ,- eine Art Partnerauslosung, die auch Ged einbrachte,- gewesen sein. Der Ballordner Jackl Kammermeier gab dem Ball mit seinen zünftigen Gstanzln eine besondere Note. Die Abrechnung des Feuerwehrballes am 25. Januar 1925 enthhält beispielsweise nachstehende Posten:

– Eintrittsgebühr vom Ball á Person 1 Mark 136,00 Mrk.
– An H. Schmuderer, Mallersdorf, für 100 Stck. Ballkarten und 1 Inserat mit 25,00 Mrk.
– H. Kiendl für Auslagen (Musiker-Verpflegung, Blumenbukett, Schleifen,usw. 21,00 Mrk.
– Für Musik 28,00 Mrk.
– Löb und Gänge 5,00 Mrk.
– Ein Inserat im Ergoldsbacher Anzeiger 3,00 Mrk.
– Protokollgebühr vom Ball 1,60 Mrk.

Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges am 1. September 1939 war es mit dem Feiern vorbei. Die wehrtüchtigen Burschen und Männer wurden alle zum Kriegsdienst eingezogen. 1944 waren es sogar 16- und 15jährige Heranwachsende, die zu den Waffen gerufen wurden. In den letzten Kriegsjahren mussten auf höheren Befehl hin auch auf Dörfern weibliche Feuerwehren eingerichtet werden. Kommandant Sebastian Karnbeck übte in dieser schweren Zeit mit Mädchen und jungen Frauen das Löschen von Bränden. Im Ernstfall hätten auch die alten Männer im Dorfe einspringen müssen. Gott sei Dank blieb unser Ort in den Kriegsjahren 1939/45 von Brandkatastrophen verschont. Am 8. Mai 1945 endete das blutige Völkerringen. Nur allmählich normalisierte sich das staatliche und bürgerliche Leben wieder. In Bayern übte die Amerikanische Militärregierun die Obrigkeitsgewalt aus. In einem vom 3. April 1947 datierten Rundschreiben des damaligen Kreisbrandinspektors Stern, Geiselhöring, ist vermerkt, das di Amerikanische Militärregierung oft Feuerlöschgeräte in verschmutztem, nicht einsatzfähigem Zustand angetroffen habe und die Bürgermeister und Kommandanten verantwortlich gemacht würden. Die Freiwillige Feuerwehr Langenhettenbach hielt nachweislich am 20. November 1948 wieder Neuwahlen ab. Sebastian Karnbeck wurde als 1. Kommandant bestätigt, 2.Kommandant wurde Jakob Kammermeier jun., die Kasse führte Johann Schuh, als Schriftführer fungierte Johann Wimmer und Josef Schaller sen. Zeichnete als Spritzenwart für die Löschgeräte verantwortlich. Im Protokoll des Johann Wimmer zur „Wahl des Feuerwehrhauptmanns und seiner Organisation“ vom 9. Januar 1949 ist wörtlich nachzulesen: „Am 9.1.49 abends 19.00 Uhr war die Wahl des Feuerwehrhauptmanns und seiner Organisation. Nach vorschriftsmäßig abgestimmter Wahl wurde Herr Sebastian Karnbeck mit 16 Stimmen als Hauptmann gewählt, Schuh Johann mit 14 Stimmen als Kassier, Johann Wimmer mit 15 Stimmen als Schriftführer, Schaller Josef mit 16 Stimmen als Gerätewart, Jakob Kammermeier mit 9 Stimmen als Vertreter des Hauptmanns.“ Im Jahre 1951 übernahmen Anton Schaller als 1. Kommandant und Jakob Kammermeier jun. Als 2. Kommandant die Führung der Ortswehr. Alfons Altinger wurde als erster Maschinist berufen, und Josef Schreiner wurde Fähnrich. 1956 wechselten wieder einzelne Funktionsträger. Karl Luger wurde 1. Kommandant, Lehrer Franz Knaus Schriftführer, Otto Eberl Kassier, Adolf Korber Gerätewart und Alois Kammermeier Fähnrich. 1962 gab es an der Volksschule Langenhettenbach einen Lehrerwechsel. Der neue Lehrer, Georg Wernthaler, übernahm ab 1. September 1962 das Amt des Schriftführers, das er nach nunmehr dreißig Jahren auch heute noch zu aller Zufriedenheit ausübt. Zum 1. Februar 1966 wurden die Orte Dürrenhettenbach und Stocka aus der aufgelösten Gemeinde Penk in die ehemalige Gemeinde Langenhettenbach eingegliedert. Infolge waren am 12. Mai des Jahres Neuwahlen bei der Feuerwehr fällig. Josef Prückl wurde dabei als 2. Kommandant in der Führungsgruppe gewählt. Am 21. Mai1971 wurde Josef Prückl von Johann Zierer sen. Als 2. Kommandant. Abgelöst. Nach dem Großßbrand im Anwesen Johann Gahr am 4. Februar 1971 trat Kommandant Karl Luger von seinem Amt zurück. Josef Bruckbauer stellte sich bei den Neuwahlen am 24. September 1971 als 1. Kommandant zur Verfügung. Als sein Stellvertreter wurde wieder Josef Prückl berrufen. Die übrigen Vorstandsmitglieder blieben im Amt. Am 28. März 1972 übernahm Gerätewart Adolf Korber auch die Feuerwehrkasse, und am 7. Dezember desselben Jahres wurde wiederum Johann Zierer sen. Zum 2. Kommandanten gewählt. Inzwischen war die Gemeinde Langenhettenbach zum 1. Januar 1972 im Zuge der Gebietsreform freiwillig der Marktgemeinde Ergoldsbach angeschlossen worden. Der neue 1. Kommandant, Josef Bruckbauer, ging mit großem Elan an seine ihm anvertrauten Aufgaben heran. Die Freiwillige Feuerwehr Langenhettenbach erlebte einen wahren Aufschwung. Bruckbauer verstand es, das Interesse der heranwachsenden Burschen für den Feuerwehrdienst zu wecken. Noch im Jahre 1971 konnten drei einsatzbereite Löschgruppen aufgestellt werden. In den Jahresübungsplänen wurden acht Übungen verbindlich vorgeschrieben. Im Februar 1972 stellte sich nach der Ausbildung durch Kreisbrandmeister Raimund Dobmeier, Neufahrn, eine Löschgruppe der Prüfung zum Feuerwehr-
Leistungsabzeichen der Stufe I und II; weitere Gruppen folgten. Gruppenführer und Maschinisten nahmen an Lehrgängen an der Feuerwehrschule Regensburg teil. In Eigenleistung wurden im Feuerwehrgeräteraum im ehemaligen Schulhaus Stellagen aus Holz zusammengezimmert zum Ablegen von Schutzanzügen, Gurten Schutzhelmen und Gummistiefeln. Im Mai 1976 errichtete eine Gruppe in freiwilligem Einsatz sieben Saugstellen entlang des Hettenbaches. Im Herbst 1973 und 1976 organisierte Kommandant Bruckbauer die Großübungen der sechs im Marktbereich ansässigen Ortswehren im Rahmen der Brandschutzwoche. Auch auf gesellschaftlichem Sektor aktivierte die Langhenhettenbacher Wehr unter Bruckbauers Führung ihre Tätigkeit. Der alljährliche Feuerwehrball im Januar gehörte heute zur Tradition. Um die Feuerwehrkasse aufzufüllen, wurden alle zwei Jahre im Wechsel mit den Auerhahnschützen Preisschafkopf- und Preiswallachturniere ausgetragen. Fußballfreundschaftsspiele mit benachbarten Feuerwehren boten eine willkommende Abwechslung. Nicht zuletzt wurde zum Andenken der toten Feuerwehrkammeraden jeweils im Mai der Feuerwehrjahrtrag abgehalten. Später wurde der Jahrtagsgottesdienst an den Vorabend des Totensonntags im November verlegt und mit einer Gedenkfeier am Kriegerdenkmal zu Ehren der Opfer der Kriege und Gewalt verbunden. Völlig überraschend erklärte Josef Bruckbauer zum 1. April 1978 seinen Rücktritt als verantwortlicher Kommandant. In der außerordentlichen Versammlung am 18. Juli 1978 erhielt Adolf Korber das große Vertrauen der Wehrangehörigen als 1. Kommandant. Adolf Friedl sen. Wurde am 9. August 1978 zum Gerätewart, Josef Schreiner zum Maschinist und Helga Korber zur Kassenführerin berufen. Der am 30. November 1976 gewählte 1. Vorstand Alfons Gahr trat im Februar 1979 aus gesundheitlichen Gründen zurück. Als dessen Nachfolger wurde am 10. März 1979 3. Bürgermeister Josef Spichtinger mit überzeugender Mehrheit gewählt.

Kommandant Korber forcierte die Ausbildung der Feuerwehr. Die an Sonntagen angesetzten Übungen wurden mit allgemeiner Zustimmung auf Werktage verlegt. Ab 1980 wurden zehn Übungen im Jahresplan angesetzt. Mehrere Löschgruppen stellten sich weiterhin bereitwillig den Prüfungen zu Leistungsabzeichen der Stufe I und II. Zur Pflege der sieben Saugstellen entlang des Hettenbaches wurde ein Wartungsdienst eingeteilt. Anläßlich eines bestens organisierten Ehrenabends am 8. Dezember 1979 im Sall der Gaststätte Fritz Huber konnten 18 Männer der Wehr für 25jährige Dienstzeit das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber entgegennehmen. In der Jahresversammlung am 13. Dezember 1980 erklärten sich acht Feuerwehrleute bereit, künftig in Uniform unter der Einsatzleitung von Fritz Strohmeier den Leichenträgerdienst in Langenhettenbach zu übernehmen. Kunstmaler Manfred Juretschko fertigte im Sommer 1981 in gekonnter Weise das Bildnis des Heiligen Florian am Ostgiebel des ehemaligen Schulhauses, in dessen Erdgeschoß noch heute die Feuerwehr untergebracht ist. Zur Auffrischung der Feuerwehrkasse wurden Kegelturniere durchgeführt. Seit 1979 stellt die Freiwillge Feuerwehr Langenhettenhettenbach alle drei Jahre anläßlich des vom Frühschoppenverein Ergoldsbach organisierte Faschingsjahrmarkt einen Arbeitstrupp zum Auf- und Abbauen der Marktbuden in der Hauptstraße von Ergoldsbach. Am 6. Januar 1983 übernahm Franz Reif die Kasse, die er bis zum heutigen Tag in gewissenhafter und zuverlässiger Weis führt. In der Jahresversammlung am 7. April 1984 mußte 1. Kommandant Korber aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zur Verfügung stellen. Auch Josef Spichtigner bat, von einer weiteren Nominierung als 1. Vorstand Abstand zu nehmen. In einer notwendigen Stichwahl erhielt Josef Schaller ein überzeugendes Votum als 1. Kommandant. Helmut Radlmeier erklärte sich bereit, die Aufgaben des 1. Vorstandes zu übernehmen, die er er bis zum heutigen Tage mit vorbildlichem Engagement ausführt. Die übrigen Vorstandsmitglieder und Funktionsträger wurden bestätigt. Am 30. März 1985 wurde Adolf Friedl sen. Zum stellvertretenden Vorstand gewäht. Auch Kommandant Josef Schaller setzte sich mit Vehemenz für die Stärkung der Schlagkraft der heimischen Feuerwehr ein. 1985 nahm ein Großteil der Feuerwehrleute erstmals an der Winterschulung teil; heute ist die Teilnahme eine Selbstverständlichkeit. Die Hydrantenbegehung im Frühjahr gehört heute zu den ständigen Einrichtungen. In den Jahren 1985 und 1987 stellten sich mehrere Löschgruppen den Prüfungen zu den Leistungsabzeichen der Stufen I, II, III/1, III/2, und III/3. Am 3. September 1985 wurden die Feuerwehren aus dem weiten Umkreis alamiert, um das ausgebrochene Feuer in den Scheunen mit eingebauten Stallungen in den Anwesen des Johann Dobler und Xaver Bauer lokalisieren zu können. Kommandant Schaller zeichnete auch für die Großübung im September 1986 anläßlich der Brandschutwoche verantwortlich. Dabei mußte eine rund 800 Meter lange, ansteigende Schlauchleitung von Stocka bis zum „Brandobjekt“, Einödhof Haselwies, verlegt werden. Im Verlaufe eines Ehrenabends am 6. Juli 1985 wurde Heinrich Lehner sen. Für 41 Jahre freiwilligen dienst beid er Feuerwehr mit dem Feuerwehr- Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet. am 6. Juni 1987 konnten Adolf Riedl sen., Alois Kammermeier und Georg Wernthaler für 15jährige Dienstzeit das Ehrenzeichen in Silber entgegennehmen. Josef Schaller organsierte auch Omnibustagesausflüge nach Oberbayern. Am 22. März 1987 wurde der Flughafen München-Riem besichtigt und am 9. März 1990 die Erlus-Dachziegelwerke in Neufahrn erkundet. Im Juli 1986 lud die Feuerwehr Langenhettenbach erstmals zu einem Grillfest ein.

In der Jahreshauptversammlung vom 30. März 1990 lehnten Josef Schaller und Johann Zierer sen. Eine weitere Kandidatur ab. Adolf Friedl sen. Stellte sich bei einer Gegenstimme als 1. Kommandant zur Verfügung. Bei einer Stimmenthaltung wurde Franz Gahr sein stellvertreter. 1. Vorstand blieb Helmut Radlmeier. Ihm zu Seite als 2. Vorstand steht Johann Dobler. Schriftführer Georg Wernthaler, Kassenverwalter Franz Reif und Fähnrich Josef Grenzinger wurden einstimmig in ihrem Funktionen bestätigt und Robert Multhammer zum neuen Gerätewart berufen. Der neue Kommandant Adolf Friedl ging mit frischem Elan and die ihm übertragende Arbeit heran. Die drei Löschgruppen wurden neu eingeteilt, wobei besonders die Schichtarbeiter bei den BMW-Werken berücksichtigt werden mußten. Das Interesse der Männer an den Winterschulungen steigerte sich zusehends. Trotz Ausscheidens langjähriger, aktiver Feuerwehrleute stieg die Anzahl der Mitglieder durch Neuzugänge auch beachtliche 55 Männer. 1991 beteiligten sich vier Löschgruppn an den Prüfungen zu den Leistungsabzeichen der Stufen I bis III/4. Sechs Wehrangehörige absolvierten im Mai 1991 einen Funklehrgang in Neufahrn mit Erfolg. Die am 27. September 1991 durchgeführte Großübung im Rahmen der Brandschutzwoche mit dem Anwesen Rengstl als „Brandobjekt“ hatte Kommandant Friedl in  Zusammenarbeit mit Kreisbrandinspektor Thomas Loibl, Pattendorf, bestens vorbereitet. Das Weiherfest der Feherwehr jeweils im Juni zählt heute zu den ständigen Einrichtungen. Die Oldtimertreffen mit Rallye im August 1990 und 1991 übertrafen alle Erwartungen. Anläßlich des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“ im Mai 1990 stellte sich die Freiwillige Feuerwehr Langenhettenbach in einer gelungenen Schautafel der Jury vor. Das Preisschafkopfen und Preiswallachen am 24. Februar 1991 im Saal der Gaststätte Huber brachte der Feuerwehrkasse eine willkommene Auffrischung. Schon im Herbst 1990 wurde zur Vorbereitung des 115jährigen Gründungsfestes mit Fahnenweihe (genaues Bestehen 117 Jahre) vom 26. bis 27. Juni 1992 ein 15köpfiger Festausschuß gewählt, der in seinen regelmäßigen monatlichen Sitzungen das große Feuerwehrfest bestens arrangiert hat. In der Jahreshauptversammlung vom 7. Februar 1992 übernahm Konrad Obermeier dankenswerter Weise die Funktion des stellvertretenden Gerätewartes. Bezüglich der Ausrüstung kann festgestellt werden, daß die Feuerwehr Langenhettenbach schon bald nach ihrer Gründung im Jahre 1875 über eine Saug- und Druckpumpe, die von zwei Pferden gezogen wurde, verfügt haben muß. Im Laber-Boten vom 3. September 1880 ist nachzulesen, daß die Feuerwehr Langenhettenbach aus dem „Kreisfonds“ eine Unterstützung von 50 Mark erhalten habe. Drei Jahre später berichtet der Laber-Bote: „In Langenpettenbach brach am 18. April (1883) morgen ½ 2 Uhr im Hause des Mauerers Hemauer Feuer aus und äscherte dasselbe gänzlich ein; die Ortsfeuerwehr und die diejenigen von Oberellenbach arbeiteten eifrigst an der Löschung des Brandes“. Die von sechs Spritzdruckmännern zu bedienende Saug- und Druckpumpe funktionierte auch noch im Jahre 1950. Schon 1948 wurde der Wunsch nach einer Motorspritze laut. Nach zähen Verhandlungen wurde am 29. November 1950 von der Fa. Dütsch, Regensburg-Kager, eine Motorspritze, TS 8 Magirus 508 L, für 2410 D-Mark abzüglich 250 Mark ausgeliefert. In den Jahren 1952/53 wurden im Zuge der Errichtung der örtlichen zentralen Wasserversorgung in Langenhettenbach und Frauenwies Ober- und Unterflurhydranten installiert. Im Februar 1996 übernahmen die Langenhettenbacher die neuwertige TS 8/8, Metz, Baujahr 1958, von der aufgelösten Ortsfeuerwehr in Penk. Die Marktfeuerwehr Ergoldsbach übergab im April 1972 einen gebrauchten Geräteanhänger. Im Herbst 1962 hatte das Spritzenhäusl beim Anwesen Lehner dem Ausbau der Ortsstraßen weichen müssen. Erst im Jahre 1967 wurde die ehemalige Lehrerwohnung im Schulhaus zu drei Verwaltungsräumen für die Gemeinde du einem Feuerwehrgeräteraum umgebaut.

Der Transportunternehmer Helmut Radlmeier spendete der Langenhettenbacher Wehr 1982 ein gebrauchtes Transportfahrzeug, Mercedes-Kombi 207 D, das in freiwilliger Arbeit zum Löschfahrzeug umfunktioniert wurde. Pfarrer Ferdinand Fürst, Attenhofen, als früherer Kaplan auch aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Langenhettenbach, spendete dem Löschfahrzeug am 17. Juni 1982 im Rahmen eines Feuerwehrfestes den kirchlichen Segen. Bei der Brandkatastrophe am 3. September 1985, der die Scheunen mit eingebauten Stallungen in den Anwesen Dobler und Bauer zum Opfer fielen, zeige sich, daß die örtliche Wasserversorgung und Hettenbach nur knapp das notwendige Löschwasser liefern konnten. Mit dem Bau des Dorfweihers auf dem ehemaligen Schuh-Anger ist auch diese Problem ein für allemal gelöst. Schon im Jahre 1883 konnte die Freiwillige Feuerwehr Langenhettenbach eine Standarte weihen, die bis 1930 bei örtlichen Feierlichkeiten der Ortswehr vorangetragen wurde. Die Standarte trug auf der einen Seite die Aufschrift: „Freiwillige Feuerwehr Langenhettenbach – 1883“ Am 6. Juli 1930 erhielt im Rahmen eines groß aufgezogenen Festes eine neue Fahen die kirchliche Weihe. Zugleich konnte auch das 55jährige Bestehen der Langenhettenbacher Wehr gefeiert werden. Als Fahnenmutter fungierte damals Maria Sigrin, die Mutter der heutigen Fahnenmutter von 1992, Hermine Zierer geborenen Sigrin. Die Festjungfrauen Maria Bauer, Emma Kiendl, Maria Schuh und Kreszenz Strohmeier überreichten 1930 die Fahnenbänder. Nun begeht die Freiwillige Feuerwehr  Langenhettenbach vom 26. Bis 29. Juni 1992 ihr 115jähriges Gründungsfest (genaues Bestehen 117 Jahre) und läßt eine neue Fahne weihen. Der Herrgott möge dem Fest einen würdigen Verlauf bescheren und der Langenhettenbacher Wehr eine segensreiche Zukunft in steter Kameradschaft zum Wohle der Mitmenschen gewähren.

(Georg Wernthaler)

Chronik ab 1992

Chronik der Feuerwehr Langenhettenbach ab 1992

Die Chronik bis 1992 wurde vom Schriftführer Georg Wernthaler anlässlich der Fahnenweihe 1992 erfasst und säuberlichst mit dem „Feuerwehr Kassa- Buch von Franz Gahr“, allen wichtigen Zeitungsausschnitten und den im Inventar erwähnten Gegenständen abgelegt und ist auch heute noch erhalten. Das bereits erwähnte TSF wurde im Mai 1992 von Kaplan Bosl feierlich eingeweiht und war das erste „neue“ Fahrzeug, dass der Langenhettenbacher Wehr zur Verfügung stand.. Eingeweiht wurde es im Rahmen des „Weiherfestes“, welches seit 1990 am Weiher und am Zierer- Anwesen ausgetragen wird und viel Zuspruch erfährt. Vom 26. bis 29. Juni war es dann endlich soweit, und die Fahnenweihe zum 115jährigen Gründungsfest (genaues Bestehen 117 Jahre) konnte bei bestem Wetter abgehalten werden. Nach einem feierlichen Gottesdienst am Sportplatz von Pfarrer Gruber zogen 88 Gastvereine in 5 Festzügen mit circa 1200 Mitgliedern durch die mit Kränzen und Girlanden geschmückten Straßen Langenhettenbachs, auch die weiteren rund 1000 Zuschauer geizten dabei nicht mit Applaus. Das viertägige Fest war außerdem mit Ehrenabend, Totengedenken, Standkonzert und Musik der zahlreichen Kapellen zu einer gelungenen und bestens organisierten Fahnenweihe geworden. Dies wurde auch in der Nachfeier mit dem Patenverein aus Oberellenbach am 7. November 1992 im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal im Gasthaus Huber-Falter gebührend gefeiert und nachbesprochen, Fahnenmutter Hermine Zierer dankte allen in selbstverfassten Versen und Fritz Strohmeier rundete die gelungene Fahnenweihe mit seinen Gstanzln ab.

Am 7. August 1994 brannte das Stallgebäude im Mießlinger-Hof aufgrund eines Blitzeinschlages nieder, ein Übergreifen auf das verbundene Wohnhaus konnte noch verhindert werden.

Bei den Neuwahlen am 12. April 1996 wurde mit Adolf Friedl sen. (1. Kommandant), Franz Gahr (2. Kommandant), Helmut Radlmeier (1. Vorstand), Georg Wernthaler (Schriftführer), Franz Reif (Kassier) und Robert Multhammer (Gerätewart) die fast die gesamte Vorstandschaft der Fahnenweihe wiedergewählt. Robert Rengstl übernahm als 2. Vorstand von Johann Dobler.

Am 14. März 1998 wurde erneut gewählt, und somit der 6 Jahres Rhythmus verändert, da der 1. Kommandant Adolf Friedl sen. die Altersgrenze erreicht hatte. Sein Nachfolger wurde Robert Multhammer, 2. Kommandant blieb Franz Gahr. Robert Rengstl wurde zum 1. Vorstand gewählt, Josef Mießlinger zu seinem Stellvertreter. Martin Hart wurde zum Kassier gewählt. Christian Falter übernahm den Schriftführerposten von Georg Wernthaler, der diesen 36 Jahre lang ausführte. Gerhard Klaiber wurde Gerätewart. Bereits am 6. Juli 1998 wurde der 2. Kommandant erneut gewählt, und Adolf Friedl jun. erhielt den Zuspruch seiner Kameraden. 2001 übernahm Johann Schluttenhofer den Posten des Gerätewartes von Gerhard Klaiber.

1999 wurde in 150 freiwilligen Arbeitsstunden das Gerätehaus auf Vordermann gebracht, im Dezember wurden die neuen Schutzanzüge „Bayern 2000“ angeliefert.

Die Fahnenweihe der Nachbarwehr Prinkofen wurde am 24. Juni 2001 als Patenverein begangen. Auch der alljährliche Feuerwehrausflug im September wurde weiter sehr gerne angenommen.

Nachdem die Neuwahlen am 13. März 2004 ohne Ergebnis blieben, wurde am 02. April 2004 im Gasthaus Huber-Falter eine neue Vorstandschaft gefunden. Robert Rengstl als 1. Vorstand, Adolf Friedl jun. als 2. Kommandant und Martin Hart als Kassier wurden im Amt bestätigt. Max Zach wurde zum neuen 1. Kommandanten und Dieter Radlmeier als neuer 2. Vorstand gewählt, ebenso Josef Raab zum Schriftführer.

Im Jahr 2005 konnten die Utensilien zum Patenbitten gleich erneut erfolgreich verwendet werden, denn die Feuerwehr Paindlkofen feierte ihre Fahnenweihe ebenfalls mit der Feuerwehr Langenhettenbach als Patenverein.

Am 29. Und 30. Juli 2005 war die Langenhettenbacher Wehr aufgrund eines Sturms im Dauereinsatz, über 15 umgestürzte Bäume waren allein zwischen Frauenwies und Stocka zu beseitigen. Auch beim Dorfweiher und in unmittelbarer Nähe des Kirchturms wurden Bäume beseitigt.

Am 20. Februar 2010 wurden die Kommandanten Max Zach und Adolf Friedl im Amt bestätigt, auch Stefan Gottschalk als 1. Vorstand und Josef Raab als Schriftführer erhielten erneut das Vertrauen der Kameraden. Heinrich Lehner wurde zum 2. Vorstand gewählt, Manfred Schaller zum Kassier.

In den folgenden Jahren wurden das Oldtimerfest, bei dem seit 1990 jährlich „das ganze Dorf“ mithalf und zum Gelingen beitrug weiter professionalisiert, neues Material dazu beschafft und neue Verkaufsbuden gebaut.

In der Feuerwehr konnten mit Anna Zach 2011 und Katrin Altinger 2013 die ersten Feuerwehrfrauen aufgenommen werden. Auch beim Material wurde – oft aus Mitteln des Feuerwehrvereins und Spenden aufgerüstet, insbesondere beim Hochwasserschutz und der Stromversorgung. Die Übungen wurden nun nicht mehr Gruppenweise, sondern jeweils am ersten Freitag im Monat und am darauffolgenden Montag abgehalten, um mehr Teilnehmer und Schichtarbeiter anzulocken. Die Begleitung der Langenhettenbacher Pilger nach Hebramsdorf und die Brandwache beim Sonnwendfeuer gehörten weiterhin zu den jährlichen Aufgaben der Wehr.

Weil das ehemalige Schulhaus (erbaut 1875) mittlerweile zu klein wurde, und der Maschinist bei der Ausfahrt zum Einsatz ums Eck rangieren musste, wurde für das Jahr 2012 und 2013 ein Umbau notwendig. Dabei wurden das ehemalige Schulhaus zum Material und Gesellschaftsraum umgebaut, eine Fahrzeughalle mit Platz für die Einsatzkleidung und Einsatzgeräte sowie Sanitärräume wurden angebaut. Das bisher größte Projekt der Feuerwehr konnte nur durch über 3000 Stunden Eigenleistung der Kameraden, gute Zusammenarbeit aller Beteiligten und Spenden gestemmt werden. Die Einweihung erfolgte am 9. November 2013 durch Pfarrer Stefan Anzinger.

Am 13. Februar 2016 waren die nächsten Neuwahlen fällig. Stefan Gottschalk als 1. Vorstand und Heinrich Lehner als sein Stellvertreter wurden ebenso wie Kassier Manfred Schaller im Amt bestätigt, Richard Heindl übernahm das Amt des Schriftführers von Josef Raab, welcher das „Einsagen“ vor Festen wie kein anderer ausführte und beherrschte und 2011 das Wattturnier am Samstag des Weiherfestes ins Leben rief und organisierte. Die beiden Kommandanten Max Zach und Adolf Friedl wollten für neuen Schwung in der Wehr sorgen und Kandidierten nicht mehr.

Somit wurde am 21. Mai 2016 eine erneute Versammlung notwendig, bei der sich erneut kein Kandidat fand. Max Zach als 1. Kommandant und Adolf Friedl als 2. Kommandant stellten sich nochmals zur Verfügung und wurden wiedergewählt.

Langsam wurde eine Ersatzbeschaffung für das TSF aus 1992 fällig. Nach langen Diskussionen entschied sich die Wehr als einer der ersten nicht für ein neues TSF. Stattdessen dafür ein gebrauchtes Löschfahrzeug mit 9 Sitzplätzen statt 6, Wassertank und Vorrichtung für Atemschutzgeräte. Dies wurde am 11. Februar 2019 in dem einem LF 8/6 , aufgebaut auf einen Mercedes 814 , Baujahr 1996 gefunden und abgeholt. Mit aufwendigen Umbaumaßnahmen und viel Tüftelei wurde somit die Zukunftsfähigkeit der Wehr sichergestellt. Im Oktober 2019 konnten 5 Atemschutzgeräteträger vorgewiesen werden. Die Einweihung des komplett umgebauten Fahrzeuges konnte am 9. November 2019 (genau 6 Jahre nach der Einweihung des Gerätehauses) gefeiert werden, die Langenhettenbacher Idee und fand dabei viel Zuspruch und Anerkennung.

Im August 2019 fand das 30. und bisher letzte Oldtimerfest auf dem Betriebsgelände der Firma Radlmeier statt, traditionell unter viel Mithilfe der Dorfgemeinschaft. Es kamen wieder circa 3000 Gäste und Oldtimerfreunde aus Nah und Fern. Die ausgestellten Fahrzeuge, eine Ausfahrt für

Motorräder, Autos und Traktoren mit Fahrzeugsegnung und hervorragende Verköstigung durch Vereinsmetzger Hans Ruhstorfer sorgten wie jedes Jahr für ein gelungenes Fest.

Von März 2020 bis 2021 ließ die Coronapause Übungen und auch Gesellschaftliche Zusammenkünfte in der Feuerwehr und in der Dorfbevölkerung nur bedingt zu. Auch der Feuerwehrball am 11. Januar 2020 im Gasthaus Huber-Falter, der bisher jährlich ausgetragen wurde, war der vorerst letzte.

Am 5. Mai 2022 standen neben zahlreichen Ehrungen auch Neuwahlen an. Die komplette bisherige Vorstandschaft stellte ihre Ämter zur Verfügung, um nach teils langen Amtszeiten frischen Wind in die Feuerwehr zu bringen. Es stellte sich kein Kandidat für einen der Posten zur Verfügung. Auch der Posten des Gerätewartes musste neu besetzt werden, nachdem Johann Schluttenhofer nach 19jähriger Amtszeit die Altersgrenze erreicht hatte.

In der 2. Versammlung im Gasthaus Huber-Falter konnten die Ämter des Feuerwehrvereins besetzt werden. Stefan Schreiner wurde als 1. Vorstand, Johann Pritscher als 2. Vorstand gewählt. Markus Schreiner übernahm das Amt des Kassiers und Andreas Zach wurde zum Schriftführer gewählt. Die beiden Kommandantenämter konnten auch in zahlreichen interner Versammlungen nicht gefunden werden, und trotz aktuellem Feuerwehrfahrzeug, guter Ausbildung, neuem Anbau und einiger guter Kandidaten konnte niemand gefunden werden, der sich zur Wahl stellte.

Am 11. September 2022 konnten nach zähem Ringen und kurz vor der Eingliederung in die Stützpunktwehr Ergoldsbach die beiden Ämter doch noch besetzt werden. Als 2. Kommandant übernahm Manuel Bosl das Amt von Adolf Friedl nach dessen 24jähriger Amtszeit. Mit Marcel Friedl wurde sein Sohn zum 1. Kommandanten der Wehr gewählt.

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